Besonders wichtig bei der Auswahl eines Parkettbodens ist die Wahl der richtigen Holzart.
Diese bestimmt nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch die Qualität des Parkettbodens.
Die Härte eines Holzfußbodens bestimmt, ob sie für den jeweiligen Einsatzort geeignet ist. Je nach Beanspruchung des Bodens muss eine harte oder weniger harte Holzart gewählt werden. Bei besonders hoch frequentierten Räumen ist ein Parkett aus Eiche, Esche oder Rotbuche gut geeignet. Diese Holzarten sind besonders hart und werden somit bei hoher Beanspruchung nicht so stark beschädigt wie weichere Böden, beispielsweise aus Fichte oder Kiefer.
Die Widerstandsfähigkeit eines Holzbodens wird in der Einheit Brinell angegeben. Diese Einheit ist nach dem schwedischen Ingenieur Johan August Brinell benannt, welcher das Verfahren zur Ermittlung der Härte eines Fußbodens entwickelte.
Hierzu wird eine Stahlkugel mit einem Durchmesser von 10 Millimetern mit einer festgelegten Kraft für eine bestimmte Dauer auf die Holzoberfläche gedrückt. Der entstandene Eindruck wird mit einer Lupe ausgemessen. Anhand der dadurch gewonnenen Maße wird der Brinell- Wert nach einer mathematischen Formel berechnet.
Je kleiner die entstandene Kerbe ist, desto größer ist der Brinell-Wert und desto härter ist das Holz.
Ein weiterer Faktor der für die Härte des Holzes verantwortlich ist, ist dessen Rohdichte. Diese wird bei Parkettböden rechtwinklig zur Holzfaser gemessen, sodass das Holz anschließend entsprechend verarbeitet werden kann. Wie der Brinell- Wert ist auch die Rohdichte ein feststehendes System, anhand dessen man die Härte verschiedener Parkettböden erkennen kann.
Natürlich spielt auch die Färbung des Bodens, welche durch die Holzart bestimmt wird, eine wichtige Rolle. Man unterscheidet verschiedene Farbtöne.
Zu den helleren Hölzern zählen der weißliche Ahorn, Birke, Esche und Erle.
Die Rottöne umfassen unter anderem Buche, Kirsche, Merbau, Mahagoni und Aloma.
Bei den Brauntönen unterscheidet man zwischen den helleren, warmen Tönen. Diese sind zum Beispiel bei Eiche, Mercrusse oder Kambala zu finden. Die dunkleren, fast schwarzen Töne sind bei Sucrupi, Wenge oder bei der fast schwarzen Räuchereiche zu finden.
Jede Holzart hat ihre ganz individuelle Optik. Während sich Laubhölzer durch eine lebhafte und und gleichmäßige Optik auszeichnen und unterschiedlich viele Poren aufweisen, sind Nadelhölzer durch ihren einfachen, gleichmäßigen Aufbau geprägt.
Buche, Eiche oder Kiefer sind besonders beliebte Holzarten zur Herstellung von Parkett, jedoch erfreuen sich auch tropische Hölzer, wie beispielsweise Doussie, Merbau oder Wenge immer größerer Beliebtheit und werden aufgrund ihrer guten Eigenschaften immer öfter bei der Parkettproduktion eingesetzt.
Die Holzart wirkt sich entscheidend auf Qualität und Optik eines Holzfußbodens und sollte daher beim Kauf eine besonders wichtige Rolle spielen.
