Posted by admin on Dienstag Mai 18, 2010
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Da sind sie wieder, diese gefräßigen Schleimer. Mein jahrelanger Kampf gegen diese Viecher scheint umsonst gewesen zu sein. Dabei müsste diese Spezies dank meines unermüdlichen Einsatzes längst auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten stehen. Egal wie man gegen die Schnecken vorgeht, eklig ist es immer. Und sollte es wirklich ein Karma geben, stellt sich unweigerlich die Frage, ob man im nächsten Leben als Schnecke zur Welt kommt, nachdem man schon gefühlte Millionen von Schnecken gemeuchelt hat.
Mein bevorzugtes Werkzeug zum Liquidieren ist immer noch das Messer. Auf Schneckenkorn verzichte ich lieber, um meine beiden Katzen nicht in Gefahr zu bringen. Eine Bekannte besitzt eine spezielle Schneckenschere, mit der sie den Kriechern den Garaus macht. Ein Garten- und Landschaftsbau-Experte empfahl mir mal Salz. Einfach drüber streuen und das Schäumen beginnt. Diese Handhabung ist aber meiner Meinung nach noch widerwärtiger.
Der Tipp mit der Bierfalle funktioniert in der Tat. Bier scheint Schnecken magisch anzuziehen und zwar mindestens im Umkreis von einem Kilometer. Als ich mit Bier gefüllte Schüssel in meinem Garten aufstellte, kamen die Schnecken auch aus allen Nachbargärten, so dass ich den Eindruck hatte, es wurden immer mehr statt weniger. Und so gehe ich auch dieses Jahr wieder, mit Taschenlampe und Messer bewaffnet, zur Nachtzeit raus in meinen Garten zum Schneckenfang.
Posted by admin on Mittwoch Jan 14, 2009
Filed under :Tiere
Amsel, Drossel, Fink und Star sind nur wenige der heimischen Vögel, die sich in unseren Gärten, Parks und Wäldern niederlassen. Doch durch zunehmenden Verkehr, schwindender Nistplätze und geringerem Nahrungsangebot, wird den heimischen Vögeln stark zugesetzt. Daher pflegt man in Deutschland seit vielen Jahren eine nützliche Tradition: das Füttern von Vögeln im Winter und die Anbringung von Nistkästen zum Brüten im Sommer, sowie das Aufstellen von Wasserschalen als Vogeltränken.
Nachdem dem vergangenen Winter, welcher sehr streng war, viele heimische Vögel zum Opfer gefallen sind, ist die Population entsprechend dezimiert. Damit die verbleibenden Vögel sich prächtig entwickeln können, ist es ratsam für die kommende Brutzeit Nistkästen im Garten und am Haus anzubringen. Die Nistkästen aus Holz oder Holzbeton passen sich ideal ins Bild des Gartens und der gegebenen Gartengestaltung ein. Sie fallen kaum auf.
Beim Anbringen der Nistkästen ist darauf zu achten, dass die Nisthöhlen hoch genug angebracht sind, sodass weder Katzen noch Marder oder Raubvögel das Nest entdecken oder ans Nest gelangen können.
Vögel möchten während des Brütens nicht gestört werden. Ein Reinigen von bestehenden Nistkästen ist während der Brutsaison nicht nötig und nicht erwünscht. Erst im Spätherbst oder Ende des Winters ist eine Reinigung zu empfehlen. Sobald die Vögel auf Suche nach geeigneten Brutstellen gehen, sind die Nistkästen für den Menschen absolut Tabu.
Mit diesen Maßnahmen helfen Sie heimischen Vögeln im Garten; nachhaltig und für Ihren eigenen Nutzen, denn die Tiere vertilgen Unmengen an Ungeziefer, Insekten und Käfer in Ihre Garten.
Posted by admin on Donnerstag Dez 11, 2008
Filed under :Tiere
Derzeit befindet sich eine sehr aggressive Ameisenart namens Lasius neglectus (übersetzt “vernachlässigte Ameise”) in Europa auf dem Vormarsch und wenn sich diese invasive Gartenameise weiterhin so ausbreitet, so wird sie die heimischen Ameisenarten bald verdrängt haben.
Lasius neglectus wurde erstmals 1990 in Ungarn entdeckt und stammt ursprünglich aus der Umgebung des scharzen Meeres. Mittlerweile wurden jedoch Populationen in ganz Europa entdeckt. In Deutschland wurde diese Art das erste mal im Jahr 2000 in Jena entdeckt. Die Verbreitung erfolgt wohl über Baumschulen und verschiedene Gartenmessen.
Lasius neglectus ähnelt stark der einheimischen Schwarzen Gartenameise (Lasius niger), jedoch tritt sie in sehr viel größerer Zahl auf. Oft bilden sie Ameisenstraßen, die 10 - 20 cm breit sind. Sie bevorzugen Parks und Gärten und gehören auch zu den Blattlauszüchtern, leben als vom Honigtau.
Gründe, weshalb die invasive Gartenameisen sich so stark vermehrt und die einheimischen Arten bald ausgerottet sein werden, wurden vor kurzem von Dr. Sylvia Cremer von der Universität Regensburg untersucht.
So machen sie z.B. keinen Paarungsflug zu anderen Kolonien, sondern paaren sich in ihrem eigenen Nest und können so auch viele Königinnen produzieren. Solche Superkolonien mit vielen Königinnen können sich über mehrere 100 km erstrecken. Ausserdem helfen sich verschiedene Nester der Lasius neglectus bei der Futtersuche und bekämpfen sich nicht, wie einheimische Arten. Hinzu kommt, dass es bei uns keine natürlichen Feinde und Krankheiten für diese Art gibt und sie sich auch deshalb unkontrolliert ausbreiten können.
Welchen Schaden solche eingeführten Tierarten (Neozoen) in fremde Ökosysteme anrichten können, sieht man auch an anderen Beispielen. So richtet die Rote Feuerameise in den USA jährlich einen Schaden von 600-700 Millionen Euro an. Auch die Argentinische Ameise hat sich in vielen Küstengebieten Europas ausgebreitet und dort in der natürlichen Insektenwelt sehr großen Schaden angerichtet.
Bilder und weitere Infos zu Lasius neglectus findet ihr hier (engl.)